Endlich ist es wieder so weit – der Frühling steht in den Startlöchern! Morgens wird es schon früher hell und abends später dunkel. Jetzt fällt das frühe Aufstehen leichter, da du nicht mehr das Gefühl hast, mitten in der Nacht aufzustehen. Auch die Sonne lässt sich immer öfter blicken und sorgt für warme Temperaturen. Sie weckt damit die Natur langsam aus dem Winterschlaf. Das merkst du daran, dass die Vögel morgens bereits aktiv sind und zwitschern.
Mit den längeren und sonnigeren Tagen kommt auch die Motivation zurück, raus in die Natur zu gehen und den Frühling zu genießen. Doch leider ist das nicht immer so. Kennst du das? Du hast total Lust, aktiv zu sein und etwas zu unternehmen, aber überhaupt keine Energie dazu? Du fühlst dich ausgelaugt und schlapp, obwohl du eigentlich gut geschlafen hast. Der anstehende Frühling müsste ja eigentlich zu einem Energieschub führen, da es endlich länger hell ist.
Was steckt hinter diesem Phänomen? Dieses Phänomen ist als Frühjahrsmüdigkeit bekannt, von der schätzungsweise jeder zweite Deutsche betroffen ist. Wusstest du, dass Frühjahrsmüdigkeit die häufigste Form der Wetterfühligkeit ist? Schwindel, Kreislaufprobleme, Kopfschmerzen, Müdigkeit, Gereiztheit und Antriebslosigkeit sind häufige Symptome. Doch woran liegt das?
Ursachen und Auswirkungen
Tatsächlich gibt es viele Ursachen für die Frühjahrsmüdigkeit.
Sonnenlicht
Wie du weißt, braucht dein Körper Sonnenlicht, um das wichtige Vitamin D zu produzieren. Dieses ist an vielen Stoffwechselvorgängen beteiligt sowie an der Bildung des Glückshormons Serotonin. Durch die dunklen Wintermonate ist es extrem schwer, deinen Vitamin-D-Speicher aufzufüllen, da die Sonne in der Regel nicht genug Kraft besitzt und nur kurz zu sehen ist. Das führt dazu, dass dein Serotoninspiegel Anfang des Jahres sehr niedrig ist, was zu schlechter Laune, Müdigkeit und Abgeschlagenheit führt.
Melatonin
Das Schlafhormon Melatonin sorgt dafür, dass du müde wirst und entsprechend schlafen kannst. Es wird maßgeblich vom Tageslicht beeinflusst und erst bei Dunkelheit vermehrt ausgeschüttet. Das bedeutet, dass du im Winter früher müde wirst und auch schwerer wach wirst. Dadurch ist dein Melatoninspiegel erhöht, was zusätzlich zu Müdigkeit führt.
Steigende Temperaturen
Wer kennt es nicht? An einem Tag ist es eiskalt, am nächsten Tag sonnig mit 17 Grad. So schön das auch ist, dein Körper kämpft damit, sich daran anzupassen. Hinzu kommt, dass sich die Blutgefäße weiten und dein Blutdruck sinkt. Die Folge: Kreislaufprobleme und Müdigkeit.
Ernährung
Wie du wahrscheinlich selbst weißt, besteht die Ernährung im Winter oft aus üppigen Speisen mit weniger Gemüse und Obst. Besonders früher, als Lebensmittel nur lokal bezogen wurden, war das der Fall. Dadurch kann es passieren, dass du nicht ausreichend Vitamine und Mineralstoffe aufnimmst. Diese sind jedoch essenziell, um voller Energie und fit in den Frühling zu starten.
Im Allgemeinen kann man sagen, dass dein Körper im Winter evolutionsbedingt auf Sparflamme läuft und einige Zeit braucht, um wieder in Schwung zu kommen. Raus in die Sonne zu gehen, Vitamin D zu tanken und aktiv zu sein, kann deinen Stoffwechsel gewaltig ankurbeln.
Praktische Tipps für einen guten Start in den Frühling
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Richte deinen Tag, wenn möglich, nach der Sonne aus und sorge dafür, dass du deine Vitamin-D-Speicher wieder auffüllst.
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Achte auf einen geregelten Schlaf-Wach-Rhythmus, denn dieser fördert deine innere Uhr und verbessert deine Schlafqualität. Impulse für besseren Schlaf findest du in unserem Blogbeitrag.
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Auch wenn es manchmal schwerfällt, überwinde deinen inneren Schweinehund und gehe an die frische Luft. Bereits ein Spaziergang reicht aus, um deinen Kreislauf anzuregen und deinen Hormonhaushalt auszugleichen. Außerdem tut es deiner Psyche gut, draußen in der Natur zu sein.
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Duschst du am liebsten warm oder sogar heiß? Verständlich, denn warmes Wasser wirkt entspannend. Allerdings kann das deine Haut austrocknen, wenn die Poren nicht geschlossen werden. Eine kurze kalte Dusche hilft, die Haut zu schützen, deinen Stoffwechsel anzuregen und dein Immunsystem zu stärken. Probier es doch mal aus!
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Sport stärkt nicht nur deine Muskeln und Ausdauer, sondern auch dein Herz-Kreislauf-System. Zusätzlich optimiert er die Nährstoffaufnahme deines Körpers. Da das im Frühjahr besonders wichtig ist, solltest du regelmäßige Sporteinheiten einplanen.
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Trinken nicht vergessen! Eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr unterstützt den Stoffwechsel und stabilisiert den Blutdruck. Am besten eignen sich Wasser und ungesüßte Tees. Falls dir Wasser zu langweilig ist, kannst du aromatisiertes Wasser probieren – achte dabei aber auf den Zuckergehalt.
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Passe deine Ernährung an und integriere viel frisches Obst und Gemüse. Leichtes Essen ist von Vorteil, da es leichter verdaulich ist. Übrigens kannst du deine Mahlzeiten mit Wildkräutern wie Bärlauch oder Brennnessel verfeinern. Sie schmecken nicht nur gut, sondern regen die Verdauung an und unterstützen die Nieren- und Leberfunktion.
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Gemüsesorten, die deinen Vitamin- und Mineralstoffhaushalt im Frühjahr auffüllen:
- Spargel
- Porree
- Rucola
- Spinat
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Rhabarber
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Zwar wird es oft unterschätzt, aber Farben haben auch einen großen Einfluss auf deine Stimmung und dein Energielevel. Bunte Kleidung hebt die Laune – vielleicht tauschst du die winterlichen Farben gegen hellere Töne. Das gilt übrigens auch für das Essen, denn bekanntlich isst das Auge mit. Farbenfrohe Speisen können ebenfalls die Stimmung heben.
Wie du siehst, kannst du bereits mit kleinen Veränderungen im Alltag etwas gegen die nervige Frühjahrsmüdigkeit tun. Sei experimentierfreudig und kreativ und nutze die neue Energie in vollen Zügen. Falls du manchmal das Gefühl hast, nicht in Schwung zu kommen, höre laut dein Lieblingslied und singe oder tanze dazu. Lass deinen Emotionen freien Lauf und aktiviere die Serotoninproduktion – es heißt nicht umsonst: „Lachen ist gesund“. Das geht übrigens auch super mit deinem Partner.
Weitere Inspiration für tolle Outdoor-Aktivitäten für einen gelungenen Start in den Frühling findest du in unserem Blogbeitrag.